Immobilienverband IVD Nord

PM: Anstieg der Zahl von möblierten Wohnungen und Kurzzeitvermietungen Pandemie-bedingt

  • IVD Nord zur Bundesratsinitiative des Hamburger Senats

 

Hamburg, 20. August 2021 – In der Begründung zur aktuellen Bundesratsinitiative des Hamburger Senats zu Kurzzeitvermietungen und möblierten Wohnungen heißt es von der Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD): „Seit Inkrafttreten der Mietpreisbremse gibt es immer mehr Angebote mit kurzen Vertragslaufzeiten und Möblierung. Auf einem angespannten Wohnungsmarkt kann das bedeuten, dass Menschen in die kurzzeitige, teure Anmietung möblierten Wohnraums gedrängt werden, obwohl sie dauerhaft bezahlbaren Wohnraum benötigen.“ Dazu nimmt der IVD Nord wie folgt Stellung.

Anika Schönfeldt-Schulz, Vorsitzende des IVD Nord: „Wie bei dem Thema Mietpreisexplosion ist es auch hier wichtig, sachlich zu bleiben und sich die Lage genauer anzuschauen. Die Stadtentwicklungssenatorin begründet die Zunahme von Angeboten mit kurzen Vertragslaufzeiten und Möblierungen durch die Mietpreisbremse und Umgehungsversuche der Vermieter.

Doch schon vor Einführung der Mietpreisbremse wurde das möblierte Vermieten und die Kurzzeitmieten vermehrt und insbesondere auch von Mietern praktiziert, die ihre Wohnungen mit Gewinn untervermietet haben. Mittlerweile spielt auch hier eindeutig Corona eine Rolle. Die Pandemie hat zu einer Neuausrichtung der Arbeitswelt geführt, so dass die Nachfrage gerade von Unternehmen nach möblierten Wohnungen zurückgegangen ist, und somit mehr derartige Wohnungen in den Portalen angeboten werden.

Beim genauen Blick auf den angespannten Wohnungsmarkt zeigt es sich, dass es diesen besonders in den Trendvierteln und bei kleineren Wohnungen gibt. Das ist eigentlich das größte Missverständnis derzeit. Es gibt viele schöne verfügbare Wohnungen in Hamburg, die aber außerhalb der Trendstadtteile liegen.

Generell gilt: Die Wohnungsknappheit wirklich im Kern zu bekämpfen, kann nur durch den Bau von neuen Wohnungen geschehen. Hier sind die Hansestadt und die Bezirke gefordert Grundstücke auch für kleine Bauprojekte zur Verfügung zu stellen. Denn wie der Hamburger Bürgermeister sagte: ´Der Neubau ist die beste Mietpreisbremse´.“

 


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